Feng Shui

 

Feng Shui

Entlang der Gasteiner Ache, die wie eine Wirbelsäule das Tal durchzieht, stehen an sieben wichtigen Orten insgesamt neun Steinskulpturen. Das Kunstwerk macht auf die verborgenen Dimensionen und Zusammenhänge in der Landschaft aufmerksam und hebt sie ans Licht. Mit Hilfe dieser Beschreibung erhalten Sie die Möglichkeit, selbst in die Kraft, Schönheit und Mystik der Steine und des Wassers im Gasteinertal einzutauchen. Egal, ob Sie diese Plätze erwandern oder mit dem Fahrrad »erfahren«, die Skulpturen sollen Ihnen Orientierungshilfen auf dem Weg ins Herz dieser Landschaft sein.

 

Der erste Blick fällt auf die Struktur des gesamten Tales. Sie zeigt, dass das Tal durch die Begrenzung der Berge, die nur in der Klamm eine Öffnung bietet, einen stark in sich geschlossenen Landschaftsraum bildet. Im Tal reihen sich entlang der Gasteiner Ache die Ortschaften Böckstein, Bad Gastein, Bad Hofgastein und Dorfgastein wie Perlen aneinander.

Wie diese Orte sich entlang der Ache positionieren, so reihen sich im menschlichen Körper an der Wirbelsäule Kraftzentren, die Chakren. Jeder Mensch kann lernen, diese unsichtbaren Kräfte auch in der Natur wahrzunehmen. Wie im Menschen finden sich im Gasteinertal sieben Energiezentren, an denen sich entweder besondere Naturplätze oder wichtige Ortschaften befinden: Nassfeld, Schleierfall, Evian Quelle, Bad Gastein, Bad Hofgastein, Dorfgastein und die Gasteiner Klamm.

An jedem dieser wichtigen Orte errichtete der Geomant und Künstler Peter Frank aus Weilheim (D) eine Skulptur. Sie helfen der Natur, ihre ursprüngliche Kraft und Ganzheit wieder entfalten zu können. Unsere Vorfahren wussten noch ganz genau, wo und wie sie Bauwerke in die Landschaft setzen durften, ohne die natürlichen Energieflüsse zu beeinträchtigen. Dieses Wissen ging leider verloren und so wurde die Lebendigkeit der Natur durch menschliche Eingriffe mehr und mehr geschwächt oder gestört. Die Steinskulpturen wirken wie Akupunkturnadeln: An besonders sensiblen Orten aufgestellt, nehmen sie heilenden Einfluss auf die Kräfte der Natur.

Hinzu kommt die Wirkung der in die Steine gemeißelten Kosmogramme. Ein Zeichen wurde jeweils individuell für den Ort gestaltet, um bestimmte Kräfte zu konzentrieren oder zu reinigen, und das andere bildet den roten Faden, der alle Standorte miteinander verbindet. So zeigt sich die ursprüngliche Ganzheit des Tales und die lebendige Verbundenheit zwischen den einzelnen Orten.

 

Das Nassfeld
 
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Neuer Standort / Neue Skulptur:
Das Bild zeigt die ursprüngliche Skulptur
Begehbarer Steinkreis, bei der Talstation über die Brücke, dann links gehen.

Das Nassfeld ist mit einer Krone zu vergleichen, die auf einem majestätischen Körper thront: dem Gasteinertal. Die Gipfel verbinden die Erde mit dem Kosmos und atmen die geistigen Kräfte der Gestirne ein. Dabei steht jeder Gipfel mit einem bestimmten Stern oder einer Sternengruppe in Verbindung. Sie holen sich ihre Kräfte aus dem Berg und speichern sie im Wasser. Berge und Sterne verkörpern die Ewigkeit, das Wasser wird zum Mittler der geistigen Kraft der Ewigkeit.

Übung zur Aufnahme
der Kraft des Ortes:
Die neue Skulptur ist ein Ort, um innezuhalten und still zu werden. Im Begehen der Spirale geht der Mensch nach innen, zum Zentrum. Im Zentrum ist Einfachheit und Ruhe.
Eine Möglichkeit, den Ort für sich zu nutzen ist mit einer persönlichen Frage in die Mitte zu gehen und nach innen zu lauschen.
In der Mitte ist alles auf das Wesentliche reduziert: Steine, Berge, Himmel, Wasser, Licht und Mensch. Hier kann die Seele sprechen und in der Stille können die Antworten auf die Frage wie von natürlich aufsteigen.

 

Der Schleierfall
 
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Standort: Nassfeld, hinter dem Kraftwerk

Die beiden Bockhartseen spielen in der Veredelung des Wassers eine wichtige Rolle. Durch den Staudamm, der die natürliche Verbindung zwischen den Seen und der Ache unterbricht, werden die aus dieser Bergregion gewonnenen Erfahrungen des Wassers der Ache vorenthalten. Das führt zu einer starken Irritation im feinen Gefüge der Naturkräfte. Das eingemeißelte Kosmogramm des Steines stellt diese Verbindung auf energetischer Ebene wieder her. Die Sterne, als Bilder der geistigen Informationen, die das Wasser aus den Bergen bringen, finden durch die Öffnung, welche die beiden Ringe schaffen, einen Weg zur Ache.

So helfen Sie, die Verbindung zwischen Ache
und Bockhartseen zu aktivieren.
Werden Sie ruhig und schließen Sie die Augen. Stellen Sie sich vor, dass die Berge im Westen, aus denen die Bockhartseen gespeist werden, von oben betrachtet wie ein riesiger Eiskristall aussehen. Jeder Tropfen, der von den Bergen kommt, ist ein Stück geschmolzenes Wasser dieses Kristalls. Die Tropfen sammeln sich in den Bockhartseen und fallen stetig in die Ache. Sehen Sie in Ihrer Vorstellung, wie dabei jeder Tropfen einen farbenprächtigen Regenbogen in sich trägt, so wie Sie ihn an sonnigen Tagen am Fuße des Wasserfalls sehen können.

 

Die Evian Quelle
 
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Standort: Parkplatz in der Nähe der Ache, zu dem vom Gasthaus ein Feldweg führt.

Der Bereich der Evian Quelle ist sozusagen der Kehlkopf des Tales. Das Thema dieses Ortes ist die Kommunikation. Die Einzigartigkeit der heilenden Kräfte,Wasser und Orte des Tales, wird hier konzentriert und breitet sich von dieser Stelle über ganz Europa aus. Sie sind eine wichtige Quelle der Heilung für Natur und Landschaften, die aus dem Gleichgewicht fallen. In ganz Europa gibt es nur eine Hand voll Orte, die ein vergleichbares Heilpotential in sich tragen.

Wie Sie die Kraft an diesem Platz
für sich nutzen können:

Stellen Sie sich vor den Stein und betrachten Sie das obere Kosmogramm. Versuchen Sie es sich einzuprägen. Dann schließen Sie Ihre Augen und stellen sich vor, innerhalb des Achtecks des Kosmogramms zu stehen. Fahren Sie von jedem Eck in Form einer Spirale zur Mitte, wobei Sie versuchen, so selbst zu Ihrer Mitte zu finden. Wenn Sie in Ihrer Vorstellung von allen acht Ecken in die Mitte gegangen sind, lauschen Sie in die Stille und Zentrierung, die Sie dadurch gewonnen haben. Es bringt Sie ein Stück zurück zu Ihrem Ursprung.

Bad Gastein
 
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Standort:
Quellpark am Fuße des Wasserfalls

Der Quellpark galt schon vor langer Zeit als heiliger Ort. Das älteste Zeugnis ist ein gigantischer Dolmen aus der Steinzeit. Früher waren es zwei Wasserfälle, die einen Vergleich mit dem Herzen (zwei Kammern) zulassen. Das Herz vereint Himmel und Erde: Im Wasserfall verbindet sich Wasser vom Himmel (Nassfeld) mit Wasser aus der Erde (Thermalwasser). In den Mythologien der Kulturen bezeichnete man so eine Verbindung heilige Hochzeit. Mit der Verschmelzung der Polaritäten wird das Leben zur Einheit, es wird ganz und heil. Vereint der Mensch die Polaritäten in sich, wird er heil. In den Skulpturen ist dieses Urbild zum Ausdruck gebracht. Zwei Pole bilden eine Einheit: Ein Stein wurde in zwei Teile gebrochen und Rücken an Rücken aufgestellt.

Im Raum zwischen diesen beiden Steinen können Sie spüren,
wie es sich anfühlt, angeregt zu werden, heil zu sein:

Gehen Sie um die Steine herum und betrachten Sie die beiden Kosmogramme. Dann stellen Sie sich vor die Lücke und bitten um Kraft für Ihre Situation und Ihr Leben. Gehen Sie bewusst in den Raum zwischen den Steinen und lassen Sie sich beschenken, indem Sie still werden und innerlich beobachten, was geschieht. Seien Sie geduldig und offen. Wenn Sie das Gefühl haben, es stimmt, bedanken Sie sich vor dem Hinaustreten.

 

Bad Hofgastein
 
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Standort:
Kurpark in der Nähe der Alpen Therme und Ache

Diesen Platz kann man auch als Nabel des Tales bezeichnen (Solarplexus). Er ist die körperliche Mitte,wenn das Herz als seelische und der Kopf als geistige Mitte gilt. Der Solarplexus bildet auch den Sitz der Macht. Er hält alle Teile zusammen und weist jedem eine Stellung im Sinne des Ganzen zu. Diese Aufgabe ist eine große Herausforderung:Wird die Kraft an einer Stelle übermäßig konzentriert, verliert die Ganzheit an Kraft und Lebendigkeit. Dadurch trennen sich die Teile und arbeiten mehr gegeneinander als miteinander. Jede Kraft muss auch weich bleiben, um den Kontakt zum gesamten Körper halten und die Verteilung der Kraft bestmöglich gewährleisten zu können. Der Stein symbolisiert sowohl die Zentrierung mit der Verbindung zur Ganzheit als auch die Weichheit und das Fließen der Verbindungen.

Spüren Sie die Kraft der Mitte:

Sie stehen so vor dem Stein, dass Sie das Kosmogramm sehen können. Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich vor, dass von Ihrem Solarplexus (auf der Höhe Ihres Nabels) eine Brücke nach vorne zum Stein und zum Kosmogramm führt. Wenn Sie spüren, dass eine Verbindung entsteht, können Sie erleben, wie sich Ihre Mitte mit Kraft füllt.

Dorfgastein
 
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Standort:
Am Dorfbrunnen vor dem Gemeindeamt

Dorfgastein bildet sozusagen den Unterbauch des Tales. Hier sind die elementaren und triebhaften Lebenskräfte und Lebensfunktionen beheimatet. Die pure Lebensfreude und Lebenslust ist für das Tal in seiner Ganzheit von entscheidender Bedeutung, will es wirklich lebendig und kraftvoll sein. Der Blick von Bad Gastein und Bad Hofgastein, Orte mit großem Ruf, sollte dankbar nach Dorfgastein gerichtet werden, da sie von dort ihre Lebenskräfte beziehen. Dorfgastein selbst spielt im Organismus des Tales nach außen eine eher unscheinbare Rolle, doch innerlich nährt sich das gesamte Tal aus dieser Quelle mit Lebenskraft und Lebensfreude.

Erfrischen Sie sich mit der Kraft
der Freude und der Lebenslust:

Betrachten Sie eine Weile das große Kosmogramm, bis Sie die Lebendigkeit und Bewegung der Linien und Formen erfasst haben. Sie können sich dann, wenn Sie wollen, auf eine der Bänke setzen und mit folgender Meditation alle Zellen Ihres Körpers beleben. Stellen Sie sich dafür einfach vor, dass die Linien und Formen des Kosmogramms in Ihnen zu tanzen beginnen und alle Zellen, Organe und Flüssigkeiten in eine harmonische Bewegung versetzen. Spüren Sie diesem Tanz so lange nach, wie es sich für Sie gut anfühlt und
beobachten Sie, wie viel Freude und Kraft Sie an diesem Tag haben.

 

Die Gasteiner Klamm
 
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Standort:
An den Klammstein-Parkplätzen
zwischen den Tunneln

Bevor der Tunnel gebaut wurde, stellte die Klamm den Übergang ins Tal dar. Am Eingang der Klamm markierte eine Kapelle den Ort, um den Schritt hinein oder hinaus bewusst zu vollziehen. Sei es, um zu bitten oder zu danken für eine gute Reise oder für Heilung im Tal. Durch den Tunnel ist der Übergang kaum mehr spürbar. Zu einfach und eindruckslos ist der Weg. Nun bilden die beiden Steine ein Tor, um eine klare Schwelle zu markieren. Der Reisende merkt, dass er eine besondere Landschaft betritt oder verlässt. Ein kurzer Moment der Erinnerung, des Kommens oder Gehens ist der Sinn dieser Skulpturen.

Willkommen und auf Wiedersehen:

Wenn Sie das Steintor beim Hereinfahren passieren, werden Sie sich bewusst, dass Sie angekommen sind und begrüßen das Gasteinertal mit einem Lächeln. Beim Hinausgehen bedanken Sie sich bei dieser eindrucksvollen Naturlandschaft für die Zeit und für alles, was Sie hier erleben durften.

 

"Wasser und Fels"
wurde initiiert von der Arbeitsgruppe "Gaia Gastuna", Bürgerinnen und Bürger
aus dem Gasteinertal, in Zusammenarbeit mit dem Salzburger Bildungswerk Dorfgastein
und Bad Gastein.

Tipp:

Im Gasteinertal gibt es noch weitere besondere Plätze und Wege.
Entdecken Sie in Dorfgastein die Entrische Kirche, die Drei Waller
Kapelle, die Wanderung zu den Kraftplätzen der Natur, den
Sagenwanderweg oder in Bad Hofgastein die Annenkapelle und
den Meditationspark und in Bad Gastein das Gasteiner Museum
und den historischen Spaziergang mit Quellführung.

Titelbild: Dieses alte Fresko (Erli 1951) am stillgelegten Sägewerk in Bad Gastein
(Nähe obere Parkhaus-Einfahrt) zeigt die bildliche Vorstellung unserer Vorfahren,
die sie von der Landschaft als Körper, hier in Form eines Riesen, hatten.